Mit lokalen Hormonen gegen Intimprobleme

Mit lokalen Hormonen gegen Intimprobleme

Damit die Liebe im Alltag nicht zu kurz kommt, planen viele langjährige Paare einen Abend zu zweit. Gutes Essen, leise Musik und anregende Gespräche wecken die Lust auf mehr. Doch im Bett kommt nicht selten die Ernüchterung. Scheidentrockenheit und Schmerzen beim Intimverkehr lassen mindestens bei jeder vierten deutschen Frau nach der Menopause die erotische Stimmung auf den Nullpunkt sinken. Damit ist Frust programmiert. Weil Betroffene sich nicht trauen, ihrem Partner den Grund für ihre plötzliche sexuelle Unlust zu erklären, kommt es oft zu Missverständnissen und Konflikten in der Partnerschaft.

Hormonmangel verursacht Schmerzen

Ursache für wiederkehrende Infekte, Reizzustände, Entzündungen und Schmerzen ist häufig ein Hormonmangel. Im gesamten Urogenitaltrakt – Scheide, Harnwege, Blase und umliegendes Gewebe – verfügt die Haut über Östrogenrezeptoren. Nimmt nun die Hormonproduktion in den Wechseljahren ab, wird die Scheidenhaut dünner, unelastischer und empfindlicher. Zwar bildet sich in der Scheide normalerweise ausreichend Feuchtigkeit, die eine gute Gleitfähigkeit ermöglicht. Wird die Vagina durch den Mangel an Östrogenen aber trocken, kann die Haut leicht einreißen und sich entzünden (Informationen unter www.hormontherapie-wechseljahre.de). Jegliche Reibung führt dann zu Brennen und Schmerzen. Auch das natürlich saure Scheidenmilieu, das vor Infektionen schützt, kommt aus dem Gleichgewicht. Dadurch können sich Keime im Urogenitalbereich ausbreiten und Infektionen verursachen.

Dauertherapie statt “Kur”

Mit einer lokalen Östrogenbehandlung lässt sich den unliebsamen Beschwerden begegnen. Bewährt und sicher ist die lokale Anwendung des körpereigenen Östrogens Estriol – etwa in Form von Creme oder Vaginalzäpfchen wie Oekolp. Allerdings ist die lokale Östrioltherapie nicht als zeitlich begrenzte “Kur” zu verstehen. Nur eine konsequente Langzeittherapie ist bei den genannten Symptomen in der Postmenopause ein Garant für vaginale Gesundheit.

Bloß nicht schweigen

Bei einer europäischen Umfrage unter mehr als 1.800 postmenopausalen Frauen gab jede vierte deutsche Frau vaginale Schmerzen und/oder Scheidentrockenheit an. Weniger als die Hälfte der Betroffenen suchte deshalb jedoch gynäkologischen Rat. Über 80 Prozent der Frauen wünschen sich hingegen, dass der Facharzt das Thema von sich aus anspricht. Experten raten Betroffenen, nicht stumm zu leiden, sondern ihre Beschwerden selbst zur Sprache zu bringen. Der Facharzt ist mit den hormonell bedingten Problemen bestens vertraut und kann rasch für Linderung sorgen.